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Dieses Wochenende war es endlich mal wieder soweit, dass ich die Zeit und - vor allem - die Motivation fand, einmal wieder hinaus zu gehen, zu fotografieren und zu zeichnen. Ich kann es mir nicht immer recht erklären, woran es liegt, dass ich von Zeit zu Zeit so unglaublich antriebslos und, ja, auch etwas soziophobisch werde. Ein etwas ungünstiger Zeitpunkt für solche Verstimmungen, habe ich doch noch so viel zu tun und -eigentlich - auch noch so viele Ideen, was ich in nächster Zeit gerne umsetzen möchte....
Das vergangene Wochenenden hat mir nun auf jeden Fall geholfen wieder aus diesem -zum Glück kleinen- Loch hinaus zu steigen.
In meinem letzten Blog schwärmte ich zwar auch schon bereits  - etwas - von der Herrlichkeit der Herbstes, aber hier wollte ich euch die schönsten Blätterfärbungen, die mir auf meinen Wegen am Wochenende durchs Vogtland und durch Leipzig begegnet waren,nicht vorenthalten.










 



















Der Herbst hat uns nun wohl doch in seiner vollen Pracht erwischt. Es ist kalt und grau und nass und ein jeder sehnt sich nach etwas Sonnenschein. 
Ich habe eine sehr gespaltene Haltung zum Herbst, ja man könnte sagen sie sei genauso ambivalent wie der Herbst selbst. 

In ihm steckt so viel Ästhetik, so viel Schönheit.
Sind sie nicht wundervoll? All diese herrlichen und satten Farben des Laubes, dass sich färbt? Warme und in sich stimmige Farben. Die Wälder und Parkanlagen werden bunt. Die Blätter werden von kühlen, kräftiger wehenden Winden aus den Kronen der Bäume geweht. Sie tanzen. Sie tanzen im Winde ihr prachtvolles Farbenspiel. Ich könnte dem ewig zusehen;
Doch zur gleichen Zeit deuten all diese wunderschönen Farben auf Vergänglichkeit und Tod. Die Blätter färben sich und fallen, weil kein Leben mehr ihnen steckt. Die Natur wappnet sich für eine karge Zeit. Und gleichzeitig scheint alles etwas langsamer zu vergehen. Es wird ruhiger auf den Straßen, denn es wird früher dunkel und das Wetter ist unangenehm., in den Parks trifft man nunmehr nur noch auf Hundebesitzer und tapfere Radfahrer und auch man selbst möchte sich viel lieber den Tag über in einen dicken Schal und Strickpullover kuscheln.

Im Herbst werde ich immer besonders nachdenklich und ruhig, mit einer großen Tasse Tee in der Hand dem Rauschen des Regens lauschend. Geht es euch manchmal auch so? Was ist euer Rezept gegen herbstliche Melancholie?

Ich lese jetzt noch weiter ein gutes Buch.



    




Manche Dinge werden sich wohl nie ändern.
Das hat auch etwas gutes. Denn es sind eben jene Konstanten, an welchen wir Orientierung und Halt finden- Darauf kann man bauen, sich verlassen.

Und selbst wenn es einmal an der Zeit ist, zu zerfallen, sich zu ändern und neue Wege zu beschreiten;
selbst wenn es einmal an der Zeit ist, aus sich heraus zu kommen,Mauern zu zerschlagen und mutig zu sein;
wenn es einmal an der Zeit ist, über seinen Schatten zu springen und ins Ungewisse zu gehen;

so kann ich mir immer sicher sein,
dass die Tulpen wieder blühen, die Tage wieder länger und die Nächte wieder wärmer werden.

Vielleicht reicht das auch schon.
Vielleicht ist das alles was man wissen muss.


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